Sie wollen Exzellenz? Trainieren Sie Körper und Geist!

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Dass regelmäßiges Training für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden wichtig ist, haben mittlerweile viele Menschen verstanden und verinnerlicht. Wenn wir aber von „Training“ reden, woran denken Sie? Vermutlich kommt Ihnen sofort das Bild Ihrer Laufrunde oder Ihres Fitnessstudios in den Sinn. (Wie Sie optimal auf die Bedürfnisse Ihres Körpers eingehen, erkläre ich in diesem Blogbeitrag). Gerade so, als wäre Training etwas rein Körperliches – das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Und die andere ist mindestens ebenso wichtig, um in eine gesunde Balance zu kommen. Wer nur den Körper trainiert, verschenkt unnötig viel Potenzial. Denn ebenso wie Sie nur von einem trainierten, starken und gesunden Körper Leistung erwarten können, braucht es auch einen geschulten Geist, wenn Sie klar und effektiv agieren wollen.

Sobald ich in meinen Coachings an diesem Punkt angelangt bin, ernte ich meist ratlose und verwirrte Blicke. Den Geist schulen? Wie bitte? Mein Geist funktioniert doch hervorragend oder will der mir sagen, ich sei wirr im Kopf? Ich möchte Sie nicht verletzen, dennoch in aller Deutlichkeit: Ja, genau das will ich sagen.

Das wilde Pferd

Jeder untrainierte Geist hat Schwierigkeiten mit klarem Fokus und echter Konzentration. Glauben Sie nicht? Dann machen Sie doch mal die folgende „simple“ Übung: Versuchen Sie einmal, sich eine Minute lang nur auf Ihren eigenen Atem zu konzentrieren. Wie Sie einatmen, die Luft in Ihre Lunge fließt und dann langsam wieder entweicht. Klingt schon fast lächerlich einfach, oder?

Die meisten Menschen schaffen dies nicht einmal fünf Sekunden, ohne dass ihre Gedanken abschweifen. Es mag nur ein kurzer Sprung, ein Flackern sein – und trotzdem: In diesem Moment hat sich Ihr Geist Ihrer Kontrolle entzogen. Nicht Sie haben ihn beherrscht, sondern andersherum. Im gleichen Moment war Ihre Konzentration weg. Und so geht es Ihnen unbewusst ständig. Ihr Geist springt umher wie ein ungebändigtes Pferd, ohne dass Sie großartig Einfluss auf ihn nehmen, geschweige denn ihn am Zügel halten könnten.

Nicht Sie haben Gedanken, Gedanken haben Sie

In diesem untrainierten Zustand gilt: „We think we own a brain, it’s the other way round“. Ständig entschwindet Ihr Geist in die Vergangenheit oder Zukunft, statt im jeweiligen Moment zu verweilen und diesem die gesamte Aufmerksamkeit zu schenken. Nicht einmal auf etwas so Banales wie den Atem können wir uns aus dem Stegreif länger als ein paar Sekunden fokussieren.

Sie wollen Bedeutendes leisten, Sie streben nach Exzellenz und Höchstleistung? Dann kann ich Ihnen nur raten: Beginnen Sie Ihren Geist zu schulen. Denn ohne Präsenz, Bewusstheit, Konzentration und Fokus werden Sie nur einen Bruchteil Ihrer Potenziale realisieren können. Starten Sie also heute noch damit, Ihren Geist genau auf diese Fähigkeit zu trainieren.

Sie können sich Ihren Geist wie einen Gartenteich vorstellen: Wenn Sie sich nicht um ihn kümmern, ihn einfach sich selbst überlassen, wird er mit der Zeit trüb. Kleine Schlammpartikel schwimmen ungehindert herum. Ohne dass Sie es selbst bemerken, trübt sich Ihre Wahrnehmung ein, reagieren Sie mit den immer gleichen Reaktionen auf vermeintlich gleiche Reize, agieren Sie in immer gleichen Mustern. Kurz gesagt, Sie leben auf Autopilot. Ihr getrübter Geist steuert Sie und Sie bekommen es noch nicht einmal mit. Das mag effizient und bequem klingen, ist in der Praxis jedoch fatal. Fragen Sie sich einmal: In diesem Zustand – wer entscheidet hier? Über Sie, Ihr Denken, Ihr Handeln, Ihr Leben, Ihr Unternehmen …?

Workout für den Geist

Meditation klärt diesen trüben Teich. Wenn Sie ungehindert bis auf den Grund sehen können, erkennen Sie sofort, mit welchen Gedanken und Emotionen Sie auf welche Reize reagieren. Sie entwickeln Bewusstheit dafür, wann Ihre bekannten Muster das Kommando übernehmen. Und vor allem: Sie können entscheiden, wann welche Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen angemessen und wirksam sind und wann nicht. Kurz, Sie können wählen, Sie werden freier, gelassener und effektiver. Ab jetzt sind Sie der Herr im Haus und der Geist Ihr guter Diener – nicht andersherum.

Wie Sie das machen? Beginnen Sie zunächst mit der oben beschriebenen Konzentration auf den Atem und versuchen Sie, diesen Fokus Sekunde für Sekunde auszuweiten.

Nächste Woche gehe ich auf das Thema „Reiz und Reaktion“ ein und erkläre Ihnen, wie Sie sich aus Ihrem Gedankengefängnis befreien können.

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